ÖÄZ 15/16 - 15.08.2007Türkei - Land der Vielfalt

Türkei


Land der Vielfalt

Wenn man den Landstrich zwischen Antalya und Alanya nicht zu Unrecht als Türkische Riviera bezeichnet, bietet er darüber hinaus all jenen, die dem Urlaubsprinzip‚ Sommer, Sonne, Meer nichts abgewinnen können, eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten und anderen Möglichkeiten, den Urlaub aktiv oder passiv zu verbringen.

Angesichts der Fülle der antiken Stätten stellt sich dabei gleich gar nicht mehr die Frage, ob man etwas besichtigen soll, sondern vielmehr: was man aus der Fülle der vorhandenen Möglichkeiten auswählt.

Schon nach einem ersten Blick auf eine Karte mit Städten der Türkei wird klar, dass es mehr antike Städte gibt als moderne. Von Antalya, der größten Stadt der Region, bis hin zu Alanya erstreckt sich das Gebiet der Türkischen Riviera (das im Altertum übrigens Pamphylien genannt wurde) mit kilometerlangen Sandstränden. Für all diejenigen, die einfach nur am Strand entspannen wollen, bieten die zahlreichen Badeorte all das, was man sich so gemeinhin von einem Badeurlaub erwartet. Darüber hinaus ist das Angebot für sportliche Aktivitäten enorm: Tauchen, Segeln, Paragleiten, Surfen, Rafting, Trekking und auch Golf – alles was das Herz begehrt. Speziell was den Golfsport anlangt, wurden in der Region Belek enorme Investitionen getätigt: Mittlerweile ist Belek das größte Golfzentrum in der Türkei. Ein mild gemäßigtes Klima im Winter sowie ein beinahe unüberschaubares Angebot an Golfplätzen – allein rund um Belek sind in nur sechs Jahren fünf Plätze entstanden (alle Plätze Par 72, Greenfee jeweils um 60 Euro) – stellen  hervorragende Rahmenbedingungen dar.

Wer sich weder für das stundenlange Braten in der Sonne noch für sportliche Aktivitäten begeistern kann, den werden vermutlich die Sehenswürdigkeiten an der Südküste in ihren Bann ziehen. Was man sich keinesfalls entgehen lassen sollte: Perge mit den am meisten besuchte antiken Stätten in der Türkei. Finden sich dort ein großes Theater, ein beinahe unversehrtes Stadion sowie eine herrliche Kolonadenstraße. Theater (für 14.000 Besucher) und Stadion (für 12.000 Besucher) waren außerhalb der Stadtmauern gelegen und sind heute meist nicht zugänglich. Durch das Haupttor schließlich – es ist in der Römerzeit entstanden – gelangt man in das eigentliche Stadtareal.

Aspendos war in der Antike in Pamphylien die bedeutendste Stadt nach Side. Es verfügt über das am besten erhaltene Amphitheater in Kleinasien; rund 20.000 Zuschauer finden darin Platz. Von Ende Mai bis Mitte Juni finden hier Konzerte und Ballettaufführungen statt. Wer gut zu Fuß ist – die Weg zu den nur in Stein gehauenen Sitzen ist mitunter abenteuerlich, ebenso auch wie die Sitze selbst – und  schwindelfrei, sollte unbedingt eine der Freiluftaufführungen besuchen.

Die Stadt Side liegt auf einer Halbinsel, die weit ins Meer hineinragt und wartet mit einer einzigartigen Sehenswürdigkeit auf: Eben auf dieser Halbinsel liegt der Apollon-Tempel direkt am Hafen. Von hier aus kann man in die Einkaufsstraßen nach Side spazieren, die schon ein sehr städtisches Flair aufkommen lassen. Nur wenige Kilometer entfernt und sehenswert: der Wasserfall in Manavgat.

Wer glaubt, noch immer nicht genug gesehen zu haben, kann noch einen Besuch in Alanya anschließen und die dortige Burg mit dem alten Stadtzentrum besichtigen, den Roten Turm am Hafen – er wurde ursprünglich zum Schutz desselben erbaut – und auch die Seldschukische Schiffswert besichtigen – oder aber zur Erkenntnis gelangen, dass die Türkei mehr als nur eine Reise wert ist ...



© Österreichische Ärztezeitung Nr. 15-16 / 15.08.2007

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