editorial
Der Grundgedanke der E-Medikation, eine Medikamentenliste für jeden Patienten elektronisch zur Verfügung zu haben, hat schon etwas für sich: keine Doppelverschreibungen mehr und weniger Interaktionen. Die Kosten für das Großprojekt ELGA – eine Teilanwendung davon ist die E-Medikation – sind mit 170 Millionen Euro veranschlagt, weitere 37 Millionen Euro jährlich für den laufenden Betrieb laut Kosten-Nutzen-Analyse vom Juni 2008. Aber es ist noch viel zu tun bis zum Start der Pilotprojekte im Herbst 2010: Fragen rund um den Datenschutz, die Haftung sowie finanzielle Aspekte sind noch völlig ungeklärt.
Und 2010 wird auf EU-Ebene gleich ein weiteres Projekt umgesetzt: epSOS bringt die europaweite Vernetzung aller Gesundheitsdaten. Fragt sich nur: cui bono? Denn bis jetzt gibt es keine einzige wissenschaftliche Studie, die den Benefit von E-Health für den Patienten nachweist...
Aber machen Sie sich selbst ein Bild darüber mit den Beiträgen in dieser Ausgabe der ÖÄZ, die sich erstmals im neuen Layout präsentiert!
Herzlichst,
Dr. Agnes M. Mühlgassner
Chefredakteurin





