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ArchivÖÄZ 2017ÖÄZ 21 - 10.11.2017

editorial



© Gregor Zeitler

Bei den ihrer Promotion folgenden Wahlen der Ärztekammer war sie nicht wahlberechtigt - als Frau stehe ihr weder das aktive noch das passive Wahlrecht zu, so die Begründung. Bei der nächsten Ärztekammerwahl war sie nicht nur wahlberechtigt, sondern wurde sogar als Ersatzmitglied gewählt. Die Rede ist von Gabriele Possanner von Ehrenthal, die 1897 als erste Medizinerin an der Wiener Universität promoviert hat.

Mehr als 100 Jahre hat es gedauert, bis nun erstmals eine Frau an die Spitze einer Landesärztekammer gewählt wurde: Die Herz- und Gefäßchirurgin Petra Preiss lenkt in den kommenden fünf Jahren die Geschicke der Ärztekammer Kärnten.

Die Zeit der Ärzteschwemme kennt sie noch aus eigener Erfahrung, während sie selbst vor der Situation steht, „nicht zu wissen, wo wir die Ärzte herbekommen sollen“, wie sie im Exklusiv-Interview für die ÖÄZ erklärt. Darin spricht sie über ihre Ziele, die größten Herausforderungen in der Standes- und Gesundheitspolitik und auch, warum sie sich in der Ärztekammer engagiert. Machen Sie sich am besten selbst ein Bild über Petra Preiss, deren Weg von Mödling über Wien, Zürich und Kapstadt schließlich nach Klagenfurt geführt hat.


Herzlichst,
Dr. med. Agnes M. Mühlgassner
Chefredakteurin



© Österreichische Ärztezeitung Nr. 21 / 10.11.2017