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ArchivÖÄZ 2017ÖÄZ 23/24 - 15.12.2017

Facharztprüfung: Rekord - ePrüfung


Mit der neuen Facharztprüfung „Orthopädie & Traumatologie“ fand kürzlich die bisher größte elektronische Prüfung mit 406 Kandidaten statt - eine Herausforderung in vielerlei Hinsicht. Von Christina Schaar


Im Zuge der Ärzte-Ausbildungsordnung 2015 sind zahlreiche neue Fächer entstanden. So ist beispielsweise durch die Zusammenlegung der Fächer „Orthopädie und orthopädische Chirurgie“ das neue Sonderfach Orthopädie und Traumatologie entstanden. Für die entsprechende Facharztprüfung hatten sich mehr als 400 Ärztinnen und Ärzte angemeldet, weswegen die Prüfung im Design-Center Linz abgehalten wurde. Die Abwicklung der bisher größten elektronischen Prüfung war ebenfalls eine Herausforderung – galt es doch die entsprechende Zahl an Laptops zur Verfügung zu stellen.

Manfred Krenn, Facharzt für Unfallchirurgie, hatte schon im Vorfeld erfahren, dass im Vorjahr bereits mehr als 200 Kandidaten angetreten waren. Dass es dann doch mehr als 400 Kandidaten waren, überraschte ihn dann doch. Sowohl die Organisation als auch den Support von Seiten der Österreichischen Akademie der Ärzte, die für die Durchführung und Abwicklung verantwortlich zeichnete, beschrieb Krenn als gelungen. Zur Prüfung selbst meinte er: „Die Fragen waren meinem Eindruck nach fair. Man hätte sie auch anders stellen können, so dass nur wirkliche Spezialisten sie lösen hätten können.“ Die für die Prüfung veranschlagte Zeit von vier Stunden schöpfte er nicht aus; er war bereits wesentlich früher fertig.

Von einer „perfekten Organisation“ und einem „reibungslosen“ Ablauf der Prüfung sprach auch Christoph Thallinger aus Wien. Was er besonders betonte: „Trotz der mehr als 400 Laptops kam es weder zu Verzögerungen noch wurde das System langsamer.“ Das komplette technische Equipment für die e-Prüfung stammte von einem deutschen Technik-Unternehmen. Zur Prüfung selbst meinte Thallinger: „Die Prüfungsfragen waren fair und praxisrelevant, da diese mit der Literatur, die als Lernunterlage gedient hat, eigentlich gut zu beantworten waren.“

In den Feedbackbögen zur Bewertung der Prüfung, der Organisation und Durchführung wurde der Prüfungsablauf mit der Gesamtnote 1,2 (auf der Schulnoten-Skala) beurteilt; die Informationen rund um die Prüfung mit 1,6; die Prüfungsmethode „elektronische Prüfung“ selbst mit 1,6. Den Schweregrad beurteilte der Großteil der Befragten mit „adäquat“.



© Österreichische Ärztezeitung Nr. 23-24 / 15.12.2017