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Kurz und informativ


Patienten-Info: Verhaltensregeln für Ambulanzen

Um möglichst reibungslose Abläufe in steirischen Spitalsambulanzen zu fördern, hat der Gesundheitsfonds Steiermark kompakte Verhaltensregeln für Patienten erstellt. Unter dem Motto „Helfen Sie uns, Ihnen zu helfen.“ wird auf Basis von Piktogrammen erklärt, welches Verhalten in Ambulanzen erwartet wird und auch welches unangebracht ist. Dies reicht vom Bereithalten der E-card bis hin zum Fotografier-, Alkohol- und Rauch-Verbot sowie der einfachen Erklärung des Grundprinzips der Triage. Neben Plakaten, Informationskarten für Patienten, einem Wartezimmer-Video und einer Website unter www.patientinfo.at, in der alle Informationen in 24 Sprachen zur Verfügung stehen, wurden auch zwei Broschüren – „Konfliktprävention in steirischen Krankenhäusern“ und „Maßnahmenkatalog zur Darstellung von Konfliktpräventionsmaßnahmen“ – erstellt.


Sozialversicherung: Abänderungsantrag beschlossen

ÖVP und FPÖ haben im Sozialausschuss jene „missverständliche“ Bestimmung korrigiert, die „Vorbereitungshandlungen“ für die Krankenkassenreform erlaubt, bevor die grundlegenden Gesetze dafür in Kraft sind. Der Abänderungsantrag soll noch im Dezember im Plenum beschlossen werden und rückwirkend gelten. Eine generelle Ermächtigung sei nicht beabsichtigt gewesen, bekräftigte laut Parlamentskorrespondenz August Wöginger (ÖVP). Es sei um die rechtzeitige Meldung der Anzahl der Versicherten in den jeweiligen Trägern gegangen – dies wurde nun klargestellt. Gelten soll die neue Organisationsstruktur der Kassen ab 2020. Um einen geordneten Übergang zu gewährleisten, werden manche Bestimmungen bereits 2019 in Kraft treten. Aus der Opposition kommt weiterhin Kritik. Im Zuge der Reform sollen die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) und die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) zur Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS) zusammengeführt werden. Die Grundlage für die organisatorische Umsetzung hat der Vorstand der SVB kürzlich beschlossen.


Plattform Patientensicherheit: sichere Digitalisierung

„Digitalisierung und Patientensicherheit“ standen bei der diesjährigen Tagung der Österreichischen Plattform Patientensicherheit Ende November in Wien im Mittelpunkt. „Digitalisierung betrifft die Patientenbehandlung und damit auch die Patientensicherheit auf vielen Ebenen“, betonte ÖÄK-Präsident Univ. Prof. Thomas Szekeres bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der Tagung. Dies reiche von der Funktionalität der Systeme über die Datensicherheit bis zur Ausfallssicherheit. Brigitte Ettl, Präsidentin der Österreichischen Plattform Patientensicherheit, fügte hinzu: „Um den dynamischen Entwicklungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen gerecht zu werden, müssen Kräfte gebündelt werden.“ Die Plattform Patientensicherheit hat aus diesem Anlass u.a. Handlungsempfehlungen zum „Risikomanagement in der Patientenversorgung“ herausgegeben. www.plattformpatientensicherheit.at


ÖGTelemed stellt sich vor

Vertreter der vor kurzem gegründeten Österreichischen Gesellschaft für Telemedizin (ÖGTelemed) präsentierten diese Initiative Anfang Dezember beim 9. Nationalen Fachkongress für Telemedizin in Berlin. Motto der Veranstaltung: „Konzepte für die Zukunft – mit Telemedizin intelligent versorgen“. Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin präsentierten die Vertreter der ÖGTelemed unter Leitung von Dietmar Bayer, Referent für Telemedizin in der ÖÄK, die österreichische Initiative. Stefan Sabutsch wiederum, Leitung Standards und Usability in der ELGA GmbH und Vorstandsmitglied der ÖGTelemed, hielt einen viel beachteten Vortrag zum Thema „Interoperabilität und Telemedizin“.


25,4 Prozent
der Todesfälle in der EU wurden 2015 durch Krebs verursacht. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Eurostat-Daten aus diesem Jahr. Am höchsten war der Anteil in Slowenien mit 31,5 Prozent; in Österreich war Krebs die Ursache für 24,9 Prozent der Todesfälle. Von insgesamt 5,2 Millionen Todesfällen in der EU waren 1,32 Millionen durch Krebs verursacht.


Allgemeine Änderungen & Informationen für 2019

Arbeitsmediziner: Empfehlungstarif für 2019
Bei den arbeitsmedizinischen Empfehlungstarifen für externe Arbeitsmediziner hat der Vorstand der ÖÄK eine Erhöhung von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr beschlossen. Honorare für Wegzeiten, Fahrspesen, Bürokosten etc. sind separat zu vereinbaren.

Mindesthonorar - Empfehlungen für externe Arbeitsmediziner

Einsatzzeit (Stunden/Jahr)

Betrag pro Stunde in €

1 - 80

175,88

81 - 180

145,64

> 180

119,50

Gültig ab 1. Jänner 2019


Rezeptgebühr 2019: Euro 6,10

Für 2019 beträgt die Rezeptgebühr 6,10 Euro. Bei der Gewährung von Heilbehelfen und Hilfsmitteln beträgt der Mindestbeitrag für den Kostenanteil des Versicherten 34,80 Euro (20 Prozent der täglichen Höchstbeitragsgrundlage).


AUVAsicher: Honorarerhöhung für 2019
Das Honorar für „AUVAsicher“-Vertragspartner wird nach der Indexanpassung für 2019 um 6,92 Euro erhöht, womit sich ein Stundensatz von 148,06 Euro ergibt.


Untersuchung zur Lebensversicherung: Indexanpassung
Ärztliche Leistungen im Zusammenhang mit Lebensversicherungen erhöhen sich –wie die Bundeskurie niedergelassene Ärzte informiert – ab 1. Jänner 2019 um 2,2 Prozent nach dem Verbraucherpreisindex. Für das ärztliche Attest sind es damit 154,47 Euro, für die Arztauskunft über anamnestisch bekannte Daten 42,64 Euro.



© Österreichische Ärztezeitung Nr. 23-24 / 15.12.2018