ÖÄZ 3 - 10.02.2009 Boykott von Begutachtungen in Pflegegeld- und Pensionsverfahren bei PVA und SVA

Boykott von Begutachtungen in Pflegegeld- und Pensionsverfahren bei PVA und SVA


Trotz nochmaliger Aufforderung an die beiden Träger, ihre ablehnende Haltung zu überdenken, ist bis jetzt kein konkreter Vorschlag bei der ÖÄK eingelangt.


Die Bundeskurie niedergelassene Ärzte ruft alle Ärzte, die Begutachtungen in Pflegegeld- und Pensionsverfahren bei PVA und SVA durchführen, zu einem umfangreichen Boykott dieser Gutachten auf. Dies wurde in der Sitzung der Bundeskurie vom 11. Dezember 2008 beschlossen.

Um eine qualitätsvolle ärztliche Begutachtung in Pflegegeld- und Pensionsverfahren bei PVA und SVA sicherzustellen, wurde zwischen dem Hauptverband und der ÖÄK am 21. Oktober 2008 eine Vereinbarung abgeschlossen. Allerdings haben PVA und SVA unmittelbar darauf angekündigt, diese Vereinbarung zu negieren und in ihren jeweiligen Gremien deutlich niedrigere Tarife beschlossen.

Trotz nochmaliger Aufforderung am 14. Jänner 2009 an die beiden Träger, diese Haltung zu überdenken, ist bis heute kein konstruktiver Vorschlag in der ÖÄK eingelangt, weshalb man sich nun zu diesem Schritt entschlossen hat.

Günther Wawrowsky, Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte, analysiert die Situation wie folgt: „PVA und SVA wollen nicht zahlen. Dabei hätte es sich um ein erweitertes Angebot mit erstmals adäquater Abgeltung gehandelt. Die bisherige Honorierung war ja ein Schandlohn. Noch dazu wurde die neue Regelung ja in gemeinsamen Gesprächen ausverhandelt, bei denen alle Beteiligten - auch SVA und PVA - am Tisch gesessen sind.“



© Österreichische Ärztezeitung Nr. 3 / 10.02.2009

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