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Thomas Szekeres neuer ÖÄK-Präsident

23.06.2017

Die Vollversammlung der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) hat heute, Freitag, in Bad Hofgastein den Wiener Ärztekammerpräsidenten Thomas Szekeres zum neuen Präsidenten der ÖÄK gewählt. Er folgt damit Artur Wechselberger nach, der das Amt des Spitzenrepräsentanten der österreichischen Ärzteschaft seit 2012 innehatte.

Erster Vizepräsident wurde der Präsident der Steirischen Ärztekammer, Herwig Lindner, der schon bisher als Finanzreferent Mitglied des ÖÄK-Präsidiums war. Zum Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte wurde Harald Mayer aus Oberösterreich für seine nunmehr vierte Amtsperiode wiederbestellt. Der Obmann der Kurie Niedergelassene Ärzte in Wien, Johannes Steinhart, wurde erneut zum Obmann der Bundeskurie Niedergelassene Ärzte gewählt. Mayer und Steinhart fungieren damit automatisch als Vizepräsidenten der Österreichischen Ärztekammer.

In seiner Antrittsrede erinnert Szekeres an die drei Grundsätze des Hippokratischen Eides, der „uns Ärztinnen und Ärzte verpflichtet, ethisch zu handeln, sich dem Menschen zuzuwenden und unsere ganze Kraft darauf zu verwenden, Menschen zu heilen und Krankheiten zu lindern". Ärztinnen und Ärzte müssten die Empathiker und Entschleuniger in einer Gesellschaft der Raserei sein, betont Szekeres.

"Heute ist die Beziehung zwischen Arzt und Patient vor allem durch den wachsenden ökonomischen Druck und die steigende Verrechtlichung gekennzeichnet. Ärztinnen und Ärzte befinden sich täglich im Spannungsfeld zwischen ökonomischem Druck und ethischer Verpflichtung."

Die Rahmenbedingungen zur Einhaltung dieser Verpflichtung müssten aber nach wie vor und unabhängig von der finanziellen Situation von Dienstgebern oder Krankenkassen zur Verfügung gestellt werden, fordert Szekeres.

Die Aufgabe als Standesvertretung sieht Szekeres in der Rolle des Impulsgebers, die Basisaufgabe des Arztes wieder in den Vordergrund zu rücken, sich für eine Rehumanisierung der Medizin einzusetzen; für ein System, das für den Bürger sozialgerecht und für den Arzt leistungsgerecht ist. Szekeres fordert damit die gleichberechtigte Einbeziehung der Ärzteschaft und aller anderen Gesundheitsberufe in sämtliche Gesundheitsreformgremien – insbesondere bei Spitalsstrukturänderungen im stationären Bereich sowie bei der Festlegung von ambulanten Versorgungsstrukturen inklusive Primärversorgung sowie die Fokussierung auf Patienten und auf die Gesundheitsberufe als zentrale Elemente des Gesundheitssystems. (ÖÄK)