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ArchivÖÄZ 15/16 - 15.08.2010

editorial



(c) Foto Weinwurm

Die Frage, ob der Hausarzt immer alles wissen soll – sie wurde kürzlich von einer Wiener Politikerin in der größten österreichischen Tageszeitung gestellt - kann mit einem schlichten ‚Ja’ beantwortet werden.

Das kürzlich von der ÖÄK präsentierte Hausarztmodell hat vor allem eines zum Ziel: dass der Arzt des Vertrauens – eben der Hausarzt – den Patienten im und durch das Gesundheitssystem (beg)leitet. Nicht mehr und nicht weniger. Nicht jeder Knieschmerz muss automatisch eine Selbstüberweisung zum Orthopäden zur Folge haben; und der nur schwer einstellbare, insulinpflichtige Diabetiker wird meist ohnehin automatisch den Facharzt seines Vertrauens, den Internisten, aufsuchen.

Sich auf ELGA zu verlassen – im Hinblick auf die Vermeidung von teuren Doppeluntersuchungen – könnte rasch zum Bumerang werden: nämlich dann, wenn genau der Befund, den man sucht, nicht auffindbar ist ...


Herzlichst,
Dr. Agnes M. Mühlgassner
Chefredakteurin



© Österreichische Ärztezeitung Nr. 15-16 / 15.08.2010