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ArchivÖÄZ 2013ÖÄZ 11 - 10.06.2013

editorial



© Foto Weinwurm

Am Wochenende beim Besuch von Verwandten im Burgenland: Ein akut aufgetretenes medizinisches Problem erfordert ärztliche Hilfe. Die Telefonnummer des diensthabenden Sprengelarztes ist rasch erfragt; eine freundliche, junge Kollegin ist auch schon bald darauf zur Stelle. So weit, so gut.

Die Anamnese war erschöpfend erfragt; ein paar Untersuchungen notwendig: ein Labor mit Entzündungsparametern sowie ein Ultraschall. Nächste Möglichkeit dafür: die interne Ambulanz im Krankenhaus Eisenstadt – inklusive überfüllte Ambulanzen und lange Wartezeiten am späten Samstag-Nachmittag.

Dass man so etwas auch anders organisieren könnte – etwa Basis-Checks auch zu Randzeiten im niedergelassenen Bereich durchzuführen – liegt auf der Hand. Und allen wäre geholfen: in erster Linie dem Patienten und natürlich auch den niedergelassenen Ärzten, den Ärzten in den Spitalsambulanzen sowieso und dem Gesundheitssystem insgesamt vermutlich auch.

Man muss es nur wollen.

Herzlichst,
Dr. Agnes M. Mühlgassner
Chefredakteurin



© Österreichische Ärztezeitung Nr. 11 / 10.06.2013