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ArchivÖÄZ 2013ÖÄZ 12 - 25.06.2013

Hebammen im MUKIPA: ÖÄK fordert Optimierung


Der Ministerrat hat mit der gratis Hebammen-Beratung für Schwangere eine neue Leistung im Mutter-Kind-Pass beschlossen. Zwar sei jede vernünftige Bereicherung des Mutter-Kind-Passes zu begrüßen, „allerdings müssen zusätzliche Leistungen sinnvoller Weise mit allen Beteiligten, also auch der Ärzteschaft, abgesprochen werden, damit nicht wichtige Expertise verloren geht“, betonte Thomas Fiedler, Bundesobmann der Fachgruppe Frauenheilkunde und Geburtshilfe in der ÖÄK, in einer Aussendung. Besondere Kritik übt er am Zeitpunkt der Konsultation: Statt wie vorgesehen in der 18. bis 22. Schwangerschaftswoche wäre die Beratung – aus medizinischer Sicht – erst nach der 30. Woche wesentlich besser, da dies vom Termin näher bei der Geburt liege. Als Plattform für eine solche Sachdiskussion wäre nach Ansicht von Fiedler die Mutter-Kind-Pass-Kommission des Obersten Sanitätsrates geeignet. Diese wurde jedoch nach dem Ende ihrer Funktionsperiode Ende 2012 vom Gesundheitsministerium nicht wieder eingesetzt. „Eine Neukonstituierung dieses Gremiums ist im Interesse der Mütter und Kinder überfällig“, so die Forderung von Fiedler.


© Österreichische Ärztezeitung Nr. 12 / 25.06.2013