Logo Aerzteverlagszeitung
ArchivÖÄZ 2013ÖÄZ 3 - 10.02.2013

Brustkrebs-Früherkennungsprogramm


Fortbildungskurse starten

Alle Radiologen, die künftig am neuen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm teilnehmen wollen und auch diejenigen, die Mammographien abrechnen wollen, müssen verpflichtend das ÖÄK-Zertifikat „Mammadiagnostik“ erwerben. Die ersten Kurse finden Ende April sowie Anfang Juni 2013 statt; Anmeldungen sind ab sofort möglich.


Auf eine ganz entscheidende Änderung im Zusammenhang mit der Einführung des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms „früh erkennen“ im Herbst 2013 macht der Bundesfachgruppen-Obmann Radiologie in der ÖÄK, Univ. Doz. Franz Frühwald aufmerksam: „Für die Teilnahme am Screeningprozess im Rahmen dieses neuen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms, aber auch zur künftigen Abrechnung von Mammographien muss das ÖÄK-Zertifikat ‚Mammadiagnostik‘ erworben werden.“ Und das unabhängig davon, ob die Mammographie kurativ erfolgt oder im Rahmen des Screenings. Um das ÖÄK-Zertifikat zu erwerben, ist u.a. der Besuch eines Multidisziplinären Kurses und eines Befunderkurses für alle Radiologen vor Teilnahme am Programm verpflichtend. Den Multidisziplinären Kurs müssen zusätzlich auch all jene Personen besuchen, die im Rahmen des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms Mammographien erstellen wie Angehörige des MTF, RT und künftig auch MAB.

Das neue Programm auf einen Blick

  • Alle Frauen ab dem 45. bis zum vollendeten 70. Lebensjahr werden aktiv zum Früherkennungsprogramm eingeladen.
  • Frauen zwischen 40 und 44 sowie 70 und 75 Jahren können durch Anforderung einer Einladung am Programm teilnehmen.
  • Das Einladungsschreiben der Sozialversicherung gilt als Zuweisung.
  • Das Untersuchungsintervall beträgt grundsätzlich 24 Monate.
  • Das ÖÄK-Zertifikat „Mammadiagnostik“ ist für den Radiologen Voraussetzung zur Programmteilnahme.
  • Alle Untersuchungen dürfen ausschließlich mit digitalen Geräten durchgeführt werden, deren Qualitätssicherung laufend durchgeführt wird und von externen Spezialisten geprüft wird.
  • Jeder Radiologe muss jährlich mindestens 2.000 Mammographien erstoder zweitbefunden.
  • Alle Mammographien sind von zwei unabhängigen Radiologen zu befunden.
  • Bei Dichtegrad ACR3 und ACR4 sowie bei suspektem Befund kann sofort eine Sonographie durchgeführt werden.
  • Bei divergierendem Befundergebnis findet eine Konsensusbefundung statt.
  • Die Befunde werden sowohl an die Frauen als auch an einen von der Frau definierten Vertrauensarzt übermittelt.
  • Von der Durchführung der Mammographie bis zum Versand des Befundes dürfen nicht mehr als sieben Werktage liegen.
  • Das Befundergebnis und die Befundungs-Schritte werden zur Qualitätssicherung elektronisch erfasst und unter strenger Wahrung des Datenschutzes pseudonymisiert ausgewertet.

Kurs-Termine


1-tägiger Multidisziplinärer Kurs

Termin 1: 26. April 2013 (08:00 - 17:30)
oder
Termin 2: 07. Juni 2013 (08:00 - 17:30)

Zielgruppe:

  • Fachärzte für Radiologie
  • Fachärzte für medizinische Radiologie-Diagnostik
  • RT (Radiologie-Technologen)
  • MTF (Medizinisch-Technischer Fachdienst)

Teilnahmegebühr: Euro 220,-


2-tägiger Befunderkurs

Termin 1: 27. bis 28. April 2013 (07:45 - 18:00)
oder
Termin 2: 08. bis 09. Juni 2013 (07:45 - 18:00)

Zielgruppe:

  • Fachärzte für Radiologie
  • Fachärzte für Radiologie-Diagnostik

Teilnahmegebühr: Euro 440,-


Wissenschaftliche Leitung:
Univ. Doz. Franz Frühwald Bundesfachgruppen-Obmann Radiologie der ÖÄK

Ort: Austria Trend Eventhotel Pyramide, Parkallee 2, 2334 Vösendorf bei Wien

Wichtig! Bei den Fortbildungen an den genannten Terminen können ausschließlich die genannten Zielgruppen teilnehmen.

Anmeldung: nur online unter www.arztakademie.at/mammographie_kurs
Rückfragen an: Frau Mag. Irmgard Kollmann, Tel.: 01/7189476/33, E-Mail: irmgard.kollmannno@sonicht.confero.at




© Österreichische Ärztezeitung Nr. 3 / 10.02.2013