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ÖÄK-Ehrenzeichen: Auszeichnungen verliehen


Bernd Mayer, Martin Wehrschütz, Stefan Kastner und Michael Lang wurden für ihre besonderen Verdienste in der Ärzteschaft ausgezeichnet.

Sophie Niedenzu

Er gelte als „Pionier der Notfallmedizin“, als „Vater des Leitenden Notarztes“. So beschrieb ÖÄK-Vizepräsident Harald Mayer in seiner Rede den mittlerweile pensionierten Allgemeinmediziner Bernd Mayer. Er tat dies im Rahmen einer Feier zur Verleihung der Ehrenzeichen für besondere Verdienste um die Ärzteschaft. Bereits vor 23 Jahren gründete der Notfallmediziner das Ausbildungszentrum für leitende Notärzte. Seitdem wurden in 22 Grundkursen und 12 Refresherkursen für „Leitende Notärzte“ über 600 Ärzte ausgebildet. Mayer nahm unter anderem als Referent bei zahlreichen notfall- und katastrophenmedizinischen Seminaren und Kongressen national und international teil und war als Lektor an verschiedenen europäischen Universitäten tätig. Vor zwei Jahren legte er alle seine katastrophenmedizinischen Funktionen zurück und übergab seine Hausarztpraxis an seinen Sohn. Nun erhielt er für sein herausragendes Engagement das silberne ÖÄK-Ehrenzeichen.

Ein „Mammut-Projekt“ sei es gewesen, die Ärzteausbildung zu reformieren und umzusetzen, setzte ÖÄK-Vizepräsident Mayer in seiner Rede fort. Dafür hätten sich Martin Wehrschütz und Stefan Kastner gleichermaßen eingesetzt. Beide erhielten das goldene ÖÄK-Ehrenzeichen. Auch nach erfolgreichem Abschluss des Mega-Projektes habe Wehrschütz, der damalige Vorsitzende des ÖÄK-Bildungsausschusses, stets betont, dass die Qualität der Ausbildung zu überprüfen und einzufordern sei. Neben seinem Engagement im Bildungsausschuss war Wehrschütz von 2007 bis 2017 Vizepräsident der Ärztekammer und Kurienobmann der angestellten Ärzte in der Steiermark. Dann wechselte er das Bundesland und übernahm vor zwei Jahren die Leitung des Instituts für Radiologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt. Ein Jahr darauf wurde er zum neuen ärztlichen Leiter bestellt. Auch hier betone er stets, dass ihm die Ausbildung junger Ärzte ein großes Anliegen sei. Zukunftsgewandt und fundiert müsse die Ausbildung sein, denn das mache das Burgenland für Nachwuchsmediziner attraktiv.

Das, was Wehrschütz im Bildungsausschuss an Arbeit geleistet habe, die Ärzteausbildung zu reformieren, sei von Stefan Kastner umgesetzt worden. In seiner Laudatio beschrieb Mayer ihn als „gewissenhaft, äußerst korrekt und bestens vernetzt“, außerdem würden Mitarbeiter seine fachliche Kompetenz und sein breites Wissen sehr schätzen. Kastner war von 2007 bis 2017 Vorsitzender der Ausbildungskommission, zudem von 2012 bis 2017 Vizepräsident der Tiroler Ärztekammer. Von 2009 bis 2014 war er als Oberarzt am Krankenhaus St. Vinzenz Zams tätig, seit April 2014 ist er stellvertretender ärztlicher Direktor der Privatklinik Hochrum.

„Unermüdlich, konsequent und immer auf Fairness bedacht“, das seien nur ein paar der Wesenszüge von Michael Lang, dem Mayer das große ÖÄK-Ehrenzeichen überreichte. Der Präsident der Ärztekammer für Burgenland und ÖÄK-Finanzreferent arbeitet als Oberarzt auf der chirurgischen Abteilung im Krankenhaus Oberpullendorf. Lang betonte bei der Verleihung: „Ich sehe diese Auszeichnung nicht nur als Ehrung, sondern auch als Auftrag, mich weiter dafür einzusetzen, dass Ärzte das tun können was sie wirklich möchten: in Ruhe arbeiten und sich um ihre Patienten kümmern.“



© Österreichische Ärztezeitung Nr. 21 / 10.11.2019