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ArchivÖÄZ 2019ÖAZ 5 - 10.03.2019

Im Fokus: Medizin-Aufnahmetest


1. Anmeldefrist bis 29. März

Die Online-Anmeldung für die insgesamt 1.680 Studienplätze in Human- und Zahnmedizin für das Studienjahr 2019/20 an den Medizin-Universitäten Wien, Graz und Innsbruck sowie an der Medizinischen Fakultät der Universität Linz läuft bis 29. März. Der Aufnahmetest findet an allen Standorten am 5. Juli 2109 statt.


2. Quotenregelung nur für Humanmedizin

Neu ab heuer: Die Quotenregelung, wonach 75 Prozent der Plätze für Studenten mit österreichischem Maturazeugnis reserviert sind und weitere 20 Prozent für Studenten aus EU-Ländern, gilt nur noch für die 1.536 Studienplätze der Humanmedizin. Die Plätze für Zahnmedizin werden ausschließlich nach dem Testergebnis vergeben.


3. 16.000 Anmeldungen im Jahr 2018

Im Vorjahr haben sich insgesamt rund 16.000 Interessenten für den Medizin-Aufnahmetest angemeldet; etwa 12.600 haben tatsächlich teilgenommen. Im Jahr 2018 haben 7.762 Frauen (62 Prozent) und 4.812 Männer (38 Prozent) am Test teilgenommen. Bestanden haben 961 Frauen (57 Prozent) und 719 Männer (43 Prozent).


4. Gender-Gap 2018 kleiner

2018 waren rund 62 Prozent der Testteilnehmer weiblich, unter den Aufgenommenen waren 57 Prozent Frauen. Die Frauenanteile unter Angetretenen und Aufgenommenen waren an allen Standorten etwa gleich groß. Insgesamt zeigte sich in den vergangenen Jahren eine interessante Entwicklung: Die Frauenquote bei den Studienwerbern steigt langsam, aber stetig (2015: 59 Prozent, 2016 und 2017: je 60 Prozent, 2018: 62 Prozent). Der Frauenanteil unter den Aufgenommenen schwankt zwischen 52 Prozent 2015, 56 Prozent 2016, 53 Prozent 2017 und zuletzt 57 Prozent.


5. Seit 2012 standardisiert

Der Medizin-Aufnahmetest (MedAT-H) ist seit 2012 standardisiert. Auch heuer werden zunächst naturwissenschaftliche Kenntnisse – also das schulische Vorwissen in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik- sowie Lesekompetenz und Textverständnis abgefragt. Ein weiterer Teil prüft kognitive Fähigkeiten. Seit 2015 gehört auch ein sozial-emotionaler Teil dazu. Dieser besteht aus den Aufgaben „Emotionen erkennen“ und „Soziales Entscheiden“. Dabei müssen Teilnehmer etwa anhand der Beschreibung einer Situation einschätzen, welche Emotionen das Gegenüber empfindet.

Quelle: APA



© Österreichische Ärztezeitung Nr. 5 / 10.03.2019